Wriezen
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Chronik 2001

Chronik 2001 der Stadt Wriezen – erarbeitet von Dr. Jörg Kritzler, Stadtchronist.

Januar: Den Beginn des Jahres 2001 feierten die Wriezener in der Stadthalle, der Feldklause und in Roberts Pub, jedoch der überwiegende Teil zuhause. Bei frostigem Wetter stiegen am Neujahrsmorgen die Wriezener Eisbären ins Waldbad.
Das erste Wochenende des neuen Jahres zeigte die ersten Aktivitäten der Wriezener Ganoven. Fünf Einbrüche in Lauben der Gartenkolonie an der Volzine und ein Einbruch in das Sozialgebäude im Stadion eröffnete die Saison der Kriminellen.
Gerhard Dewitz, Gemeinderat und Fahrlehrer stellt fest, daß in der Stadt immer mehr Verkehrsschilder stehen würden, auf viele könnte man verzichten.
Der Umweltausschuß der Stadt befaßte sich am 7. Januar in seiner Sitzung mit diesem Thema und lud dazu interessierte Bürger ein. 673 Verkehrsschilder befinden sich in der Stadt.
Am 11. Januar besuchte der CDU – Bundestagsabgeordnete Rainer Eppelmann das ÜAZ in Wriezen. Bei dieser Gelegenheit sprachen sich Jürgen Watzlaw, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt/Oder und Detlef Karnay, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt/Oder , für eine umfassende Informationskampagne zum Abbau von Vorurteilen gegen die Osterweiterung der Europäischen Union und für ein „Sonderaktionsprogramm Grenzregion“ aus.
Der Hauskrankenpflegedienst, gegründet im Januar 1991, feierte sein 10-jähriges Bestehen. Auch der Ofenbaumeister Thomas Mann beging mit seiner Firma das 10 – jährige Betriebsjubiläum.
Im Haushaltsentwurf der Stadt für 2001 klafft immer noch ein Loch von 220 000 DM, so die Kämmerin am 17.01.. Doch bereits 24 Stunden später konnte unsere Kämmerin, Frau Kerstenski, einen ausgeglichenen Etat vorstellen.
„In Wriezen geschehen noch Zeichen und Wunder“ schreibt die MOZ dazu in einer Überschrift am 20.01. Erste Bürgerproteste gegen die Müllmengen im Bereich der Bushaltestelle Freienwalder Straße, hinterlassen von den dort sich versammelnden Fahrschülern, regen sich. Man spricht von der „Via gymnasiastica“. Desgleichen beschweren sich Anwohner über unzumutbare Lärmbelästigungen im Bereich der Stadthalle. Auf der „Grünen Woche“ in Berlin ist die Wriezener Firma „Regner und Stahlbau“ präsent.
Am 25. Januar übergibt der langjährige Ortschronist Gerhard Wolff sein Amt an Dr. Jörg Kritzler, der im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung am Abend in diese ehrenamtliche Funktion berufen wird.
Am 26.Januar kommen die Mitglieder der Schützengilde Wriezen zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen und legen die Aufgaben für das Jahr fest.
Für 250 000 Mark konnten Bauleistungen abgerechnet werden.
Auf der Stadtverordnetenversammlung wird u.a. eine neue Marktgebührensatzung beschlossen.
Am 27.01. eröffnete das Fitnesstudio „Außer Atem“ seine ca 300 qm große Trainingsfläche, ausgestattet mit modernsten Trainingsgeräten. Etwa 350 Besucher kamen. Viel Erfolg sei auch von dieser Stelle dem Team gewünscht.
Und wie der Januar begann, so endete er: Am Morgen des 31. 01. drangen die Ganoven in eine Garage der Gartenkolonie „Am Kanal“ ein und setzten ein Auto in Brand.

Februar: Am 1. Februar konnte Ulrich Schulz mit seinem Architekturbüro 10-jähriges Jubiläum feiern. Begann er im Jahre 1991 als 1-Mann-Unternehmen, so entwickelte sich das Büro so rasant, daß er zur Zeit 14 Mitarbeiter beschäftigt.
Wie der „Märkische Sonntag“ am 4. Februar berichtet, gibt der „Traditionsbahnverein Barnim-Oderbruch“ (TBOB) nicht auf. In zähen Verhandlungen versucht er, die stillgelegte Strecke Tiefensee-Werneuchen zu reaktivieren.
Die Kameraden der Feuerwehr halten ihre Jahreshauptversammlung ab und ziehen Bilanz. 68 mal mußten im Jahr 2000 die 12 Fahrzeuge zu Einsätzen ausrücken. Der Löschzug Wriezen hat 68 Angehörige, hinzu kommen die Mitglieder der Löschgruppen in den Ortsteilen. 25 Brände und Explosionen und 41 technische Hilfeleistungen, davon 10 bei Verkehrsunfällen, weist die Statistik auf.
Am 16.02. berichtet die MOZ über den Gewerbeverein Wriezen. 29 Mitglieder unter der Führung von Burkhard Miesterfeld organisieren von der Kunstmeile bis zum Kirchenkonzert viele Ereignisse, die das Leben in unserer Stadt schöner und reicher machen. Dieser Verein besteht bereits seit 1992 und dient insbesondere der fachlichen Weiterbildung seiner Mitglieder. „Wenn wir die Hilfe der Gewerbetreibenden nicht hätten, wäre manches nicht möglich“ umriß Bürgermeister Uwe Siebert die Bedeutung des Vereins für die Stadt.
Pfarrer Christian Moritz von der evangelischen Kirchengemeinde berichtet über die bisherigen Leistugen beim Wiederaufbau der Marienkirche. 10 Millionen Mark wurden bisher ins Bauwerk gesteckt., zur Überdachung des Kirchenschiffes werden mindestens weitere 3 Millionen Mark benötigt. Doch der Turm wurde saniert und strahlt frischverputzt in neuem Glanz. 150 Personen beteiligten sich finanziell am Bau der Turmtreppe, so daß der Kirchturm, das Wahrzeichen der Stadt, wieder begehbar wurde.
Am Rosenmontag begrüßte der Präsident des WCC Jürgen Reichelt etwa 350 Faschingsfans aus Wriezen und den umliegenden Gemeinden zur traditionellen Rosenmontagsfeier. Gemeinsam mit Gästen aus Eggersorf, Rüdersdorf und Schwedt wurde ein Feuerwerk der guten Laune abgebrannt, das exakt um 23.11 Uhr die Saison beendete.
Seit 1990 befindet sich der Malteser Hilfsdienst in der Stadt und feiert somit sein 10-jähriges Jubiläum. Den 14 Mitarbeitern stehen umfangreiche Technik und Fahrzeuge mit modernster medizinisch-technischer Ausrüstung zur Verfügung. Von der anfänglichen Geschäftsstelle in einem kleinen Büro in der Katholischen Kirche wurde diese später in die neuen Räume in der Feldgasse verlegt.
Am 26. Februar wäre der leider allzu früh verstorbene ehemalige Bürgermeister der Stadt Horst Lösler 75 Jahre alt geworden.
Am 29. Februar fand in der Aula des ehemaligen Gymnasiums, der jetzigen Grundschule Krausenstraße, der 42. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels statt.

März: Am 1. März eröffnete das Reiseuntenehmen „Nobelreisen“ sein Geschäft in Wriezen. „Mit Sicherheit gut reisen“ ist das Motto dieses neuen Unternehmen in der Stadt, dem der Ortschronist an dieser Stelle viel Erfolg wünscht.
Am 3. März luden das Gymnasium und die Gesamtschule zum „Tag der offenen Tür“. Die Sechstklässler und ihre Eltern konnten sich an Ort und Stelle über die jeweilige Schulform informieren. Die Direktorin des Gymnasiums, Frau Schaar, berichtete, daß an der Bildungsstätte derzeit knapp 500 Schüler von 34 Lehrern unterrichtet werden.
Am 5. März feierte Olaf Palm mit seinem Schlüseldienst das 10-jährige Betriebsjubiläum.
Die Stadtverwaltung bereitet ein Projekt „Betreutes Wohnen“ vor. 23 alters- und behindertengerechte Wohnungen sollen entstehen.
Am 8. März, dem 55. Todestag des Arztes und Ehrenbürgers der Stadt Dr. Nobotsugu Koyenuma, gedachten die Bürger der Stadt mit einer Kranzniederlegung dieses verdienten Mannes.
Der Wriezener Förster Rainer Haase beklagt sich im Umweltausschuß der Stadt über Vandalismus und die vielen Dreckfinken, die noch immer den Wald als Müllkippe ansehen.
Am 14. März gastierte das Gesangs- und Tanzensemble „Balalaika“ in der Stadthalle Wriezen. Leider waren nur wenige, dafür aber begeisterte Zuschauer anwesend, die sich an den goldenen Stimmen und feurigen Tänzen begeisterten.
Der 17. März vereinte Mitglieder und Freunde des FSV zum jährlichen Sportlerball, auf dem der Schiedsrichter Peter Heiduck für seinen 1000. Einsatz als Unparteiischer geehrt wurde.
36 Bürger der Stadt gründeten am 26. März 1971 die Sparte „Kleingärtner Wriezen II,“ aus der nach der Wende der Kleingartenverein „An der Volzine e.V.“ hervorging. Heute, am 30. Jahrestag seiner Gründung verfügen die 113 Mitglieder über 75 Gärten mit einem eigenen Vereinshaus.
In der Wilhelmstraße eröffnet der Wriezener Backshop am 30. März eine Filiale.
Im März konnte auch die Drogerie Henseleit in der Wilhelmstr. das 10-jährige Jubiläum feiern.
Eine Expertenkommission überprüfte im Monat März den Wriezener Schilderwald und stellte fest: 30 % der 673 Verkehrsschilder in der Stadt sind unnütz und werden verschwinden.

April: Am 1. April vor 10 Jahren wurde aus der Poliklinik in der Krausenstr., dem ehemaligen Krankenhaus, das Ärztehaus. Heute feierten die Praxen Dr. Jürgen Kuhlbars- Orthopädie-, Dr. Sabine Kuhlbars - Röntgen – und Dr. Zapel – Chirurgie – ihr 10 –jähriges Jubiläum in den Räumen Markt 23 A.
Auch die gynäkologische. Praxis Dr. Kritzler besteht seit 10 Jahren, wird seit dem 1. Oktober 2000 von Frau Manuela Hackel geleitet.
Dr. Groth – Allgemeinmedizin- und Frau Tetzner – Kinderheilkunde – jetzt Wilhelmstr. 5, sind ebenfalls 10 Jahre freiberuflich tätig.
Am 1. April 1971 übernahm der Bäckermeister Georg Müller die Bäckerei in der Wilhelmstr., im ehemaligen Haus Colla, von seinem Vater. Zum 30-jährigen Jubiläum kamen viele Gäste.
Am 2. April konnte die Firma Elektro-Semmler ihr 10-jähriges Bestehen feiern.
Ebenfalls am 2. April wurde das Insolvenzverfahren des Bildungs- und Beschäftigungsvereins (BBV) Wriezen in Gang gesetzt. Die 35 ständigen Mitarbeiter sind arbeitslos.
Bei der 8. Orientierungsrallye des Wriezener Motorclub-Teams im AdMV am 7. April gingen 20 Fahrzeuge mit jeweils 2 Teilnehmern an den Start.
Die Mitglieder des Wriezener Carneval Clubs (WCC) trafen sich am 6. April zu ihrer jährlichen Hauptversammlung und beschlossen das Motto für die nunmehr bereits 17. Session.
Mit einem „Tag der offenen Tür“ beging das Plauderstübchen am 12. April den 10. Jahrestag seines Bestehens.
Am gleichen Tag wird die neuerbaute Brücke bei Homburgshöhe, die die im Bau befindliche Umgehungsstraße überquert, für den Verkehr freigegeben.
Im Umweltausschuß wurde informiert, daß bis Ende April 261 unnütze Verkehrsschilder entfernt werden können und daß die in der Diskussion stehende Ampelanlage in der Freienwalder Straße nicht gebaut wird.
Am 27. April besuchte eine Abordnung der Stadt die Patenkompanie in der Storkower Kurmark – Kaserne. Anlaß war das 10-jährige Bestehen der dortigen Pionierbrigade 80.

Mai: Traditionsgemäß wurde der Vorabend des 1. Mai in Wriezen von den Familien mit ihren Kindern mit einem Lampionumzug begangen. Zu später Stunde wurden daraus mehr als 2000 Bürger, die gemeinsam in den Mai feierten.
Der 1. Mai war der Tag, an dem die Eheleute Grete und Helmut Kammer auf ein 60 jähriges gemeinsames Leben zurück blicken konnten und unter großer Anteilnahme das Fest der Diamantenen Hochzeit feierten.
In den Silberbergen fanden sich zum 69. Motocross des MC Wriezen 3500 Besucher ein, feierten eine Riesenparty und bejubelten den 2. Platz des Lokalmatadors Mike Schmidt in der 250 ccm – Klasse.
Am 2. Mai trafen sich 23 Kämmerer im Humpensaal der Malzfabrik, um den Landesfachverband der Kämmerer zu gründen. Angelika Kerstenski, Wriezener Kämmerin wurde zur Vorsitzenden gewählt. Dieser Verband beschäftigt sich vordergründig mit den kommunalen Etats und soll der Selbsthilfe der Kommunen dienen, wenn es um die Finanzen geht.
Am 5. .Mai feiern die Wriezener ihren Deichtag bei strömendem Regen. Trotzdem gute Laune und viel Stimmung. Die Schützengilde begrüßte den Tag mit einem Salutschießen, unterstützt von den Kameraden der Schützengilde Vevais.
Am gleichen Tag wird auf dem Anbau des Plauderstübchens die Richtkrone gehißt.
Am L. Euler – Gymnasium fand das 1. Absolvententreffen statt, zu dem sich mehr als 150 „Ehemalige“ mit ihren Lehrern trafen.
Der 6. Mai war für die Freunde der Humpentafel Anlaß, sich traditionsgemäß zum Humpenspülen zu treffen und um Gutes zu tun. Diesmal überreichten sie der Jugendfeuerwehr eine Hindernisbahn im Wert von rund 4000 Mark. Damit wurden bislang ca 90 000 Mark für Neuanschaffungen der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.
Am 7. Mai vor 10 Jahren eröffnete die Reichelt – Filiale in der Wilhelmstraße
Am Samstag, d. 12..Mai bauten die Mitglieder der Schützengilde Vevais auf dem Gelände des Schießstandes in Wriezen einen Grillplatz.
Am 14. Mai war Baubeginn in der Hospitalstraße, die voll gesperrt wurde.
Am 19. Mai fanden sich 50 Mountain – Biker zum 1. MTB – Challenge am Stadtsee ein.

Juni: Im Juni wurde der Partnerschaftsvertrag zwichen dem 1. Gymnasium der Stadt Warschau und dem Oderbruch-Gymnasium „Leonhard Euler“ unterzeichnet.
Am 8. Juni wählte der FSV Blau-Weiß Wriezen seinen neuen Vorstand und Regina Müller zu seiner Vorsitzenden.
Am Morgen des gleichen Tages wurde der langjährige Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Wriezener Stadtparlament Waldemar Rittau tot in seiner Wohnung aufgefunden.
Am 17. Juni fand bereits zum 5. Mal das Familienfest im Wildgehege statt.
Am 28. Juni wurde der langjährige Hauptamtsleiter Wilhelm Masche offiziell in den Ruhestand verabschiedet.
Die Stadtverordneten verabschiedeten die „Prioritätenliste“ zum Einsatz der Mittel der Investpauschale 2002 .
Dr. Troßler wurde Nachfolger des verstorbenen Waldemar Rittau als Fraktionsvorsitzemnder der SPD im Stadtparlament.
48 Mädchen und Jungen des L. Euler – Gymnasiums bestanden ihr Abitur.

Juli: Ab dem 1. Juli ist das Stadtmuseum in der ehemaligen Malzfabrik wieder für seine Besucher geöffnet.
Am 9 Juli zog die Zweigstelle der Diakonie Märkisch Oderland in die ehemalige höhere Töchterschule, später Berufsschule und Grundschule in der Gartenstr. Nr. 9.
Am 5. Juli wurde der Neubau des offenen Strafvollzuges in der Jugendhaftanstalt in Wriezen in Betrieb genommen.
Am 7. Juli fand der 10. Sommernachtsball statt. Als Auftakt gab es die öffentliche Fahnenweihe der von der Sparkasse Märkisch-Oderland gespendeten Fahne der Wriezener Schützengilde.
Am 8. Juli entschieden sich die Bürger von Haselberg, Lüdersdorf-Biesdorf und Frankenfelde mehrheitlich für die Aufnahme in die Großgemeinde Wriezen. Die Eingliederung soll zum 31. Dezember erfolgen.
Am 10. Juli gründeten die in der Wilhelmstraße ansässigen Händler eine „Interessengemeinschaft Wilhelmstraße“. Als erstes und wichtigstes Anliegen wurde die Bereitstellung ausreichender Parkmöglichkeiten genannt.
Am 20. Juli erschien in der „Märkischen Oderzeitung“ die öffentliche Ausschreibung der Stelle des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt .Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, hatte sich bei der bis dato erfolgten bundesweiten Ausschreibung kein Berwerber gemeldet, so daß lediglich der Amtsinhaber Uwe Siebert bei der Wahl zur Verfügung steht.
Am 18. Juli schlug die mit der Stadt Wriezen patenschaftlich verbundene 5. Kompanie des Pionierbatallions 801 der Storkower Bundeswehrkaserne zum zweiten Mal die Zelte in den Silberbergen auf und gab während des 2 – tägigen Biwaks der Bevölkerung Gelegenheit, mehr aus dem täglichen Alltag der Pioniere kennen zu lernen.
Am 20. 07. wurde die 2. Kunstmeile in der Wilhelmstraße durch den Bürgermeister eröffnet. Künstler unserer Region, aus Berlin und Thüringen stellten dabei in den Geschäften bis zum 31.08. ihre Werke aus, um damit einen Einblick in ihr Schaffen zu geben.
Der Wriezener Volleyball-Verein „Team 76“ feierte im Juli sein 25-jähriges Jubiläum.

August: Am 1. August begingen die Bürgermeister der Region ihren Ehrentag als „1. August der Gemeinde“. Seit Februar 2000, also seit nunmehr eineinhalb Jahren, ist das Freizeithaus der Stadt, das ehemalige Amtsgericht, eingerüstet und verhüllt. Streit zwischen der Stadt und dem bauausführenden Betrieb aus Groß Neuendorf ist die Ursache. Während die Firma vom Putzen und Streichen ausgeht, erwartet der von der Stadt beauftragte Planer farbigen Putz ohne Anstrich und wirft weiterhin der Firma mangelhafte Arbeit vor. Ein gerichtlicher Entscheid soll nun Klärung bringen.
Endspurt bei der Sanierung der Wohnblöcke in der Steuer- und Kirchhofstraße. 12 Millionen Mark hat die HAGEBA seit 1999 in die Sanierung und Neugestaltung des Wohnumfeldes investiert. Auch die Gestaltung des Wohnumfeldes in der Mauerstraße fand seinen Abschluß.
Kein Wriezener – und doch mit der Stadt eng verbunden, jeder kennt den Namen: Hans-Peter von Kirchbach. Er wurde im August 60 Jahre alt.
Am 10. August nahm die Justizvollzugsanstalt Wriezen einen 4,2 Millionen Mark teuren Neubau des offenen Strafvollzugs in Betrieb.
51 Mannschaften nahmen am Wochenende 11./12. August am 1. Beach – Volleyball – Turnier in Wriezen teil, das dem Andenken des japanischen Arztes Koyenuma gewidmet war. So lautete die offizielle Bezeichnung „1. Koyenuma Beach Masters Wriezen“. Da die Wriezener gerne feiern, schloß sich am 11. August in den Abendstunden eine riesige Party an.
Seit 15 Jahren sammelt der Metzgermeister Burkhard Höhne Ferkel in allen Variationen und hat davon rund 250 in der neuen Gaststätte “Zum Ferkel“ ausgestellt, während noch rund 500 weitere Exemplare in der Wohnung auf ihren Umzug in das neue Domizil warten.
Am 18.08. fanden sich rund drei Dutzend Wriezener mit ihrem Bürgermeister an der Spitze zum Stadtfest in der Partnerstadt Mieszkowice ( ehemals Bärwalde ) ein.
Am 22. 08.. informierte die MOZ über die Tatsache, daß sich ein Betreiber für eine Draisinenbahn von Tiefensee nach Wriezen interessiert und gegenwärtig Verhandlungen mit der Deutschen Bundesbahn geführt werden mit dem Ziel, diese Strecke noch im Jahr 2002, spätestens jedoch im Frühjahr 2003 betreiben zu können.
Das Vermessungsbüro Günther Hytra feierte sein 10-jähriges Bestehen.
Der Tourismusverein „ Wriezen - Tor zum Oderbruch “ wartete mit einem neuen, besonderen Service auf: Er stellt Präsentkörbe mit oderbruchtypischen Erzeugnissen zusammen.
Auf der Stadtverordnetenversammlung am 30. 08. stellte Dr. Troßler als Ratsvorsitzender eindeutig fest: „Die Wriezener Wilhelmstraße bleibt Bummelmeile“ und beendete damit Spekulationen um eine Änderung , wie sie von einigen wenigen Gewerbetreibenden gefordert wurde. Auf der gleichen Sitzung wurde Peter Böhm neuer SPD-Fraktionsvorsitzender. 

September: Als „Offenes Denkmal“ präsentierte sich am 08.09. die Schule in der Krausenstraße den Bürgern der Stadt.
Aus Anlaß des 10-jährigen Bestehens lud die Rettungswache der Malteser am 8. September zu einem „Tag der offenen Tür“ . 12 Rettungsassistenten und 2 Rettungssanitäter gehören derzeit zur Wache und demonstrierten ihre Einsatzbereitschaft. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr wurden Rettungssituationen demonstriert.
Der Wriezener Seniorentreff lud am 12. September zu einem Tag der offenen Tür aus Anlaß der Fertigstellung des Wintergartens. Der Anbau ist ca. 60 qm groß, bietet 40 bis 50 Personen Platz und wurde mit ca. 152 000 Mark aus dem Bauministerim des Landes und einem städtischen Zuschuß von 48 000 Mark errichtet.
Am 15. September beging Uwe Möller, den Wriezenern bekannt als „Vampy“, sein 25-jähriges Bühnenjubiläum als Discjockey mit einer Party in der Stadthalle.
Ebenfalls am 15. September trafen sich mehr als 170 jugendliche Blauröcke der Wriezener Feuerwehren zu Wettkämpfen um den Stadtpokal und demonstrierten einen hervorragenden Ausbildungsstand.
Am 21. September veranstaltete der DRK-Kindergarten einen Aktionstag unter dem Motto: „ Mensch sein – ein Abenteuer für Kinder“.
Am 22. September führten der Löschzug Wriezen der Freiwilligen Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst einen sogenannten „Helfertag“ durch, um die Vielseitigkeit dieser Organisationen darzulegen und vor allem jugendliche Mitbürger zu inspirieren, mitzumachen.
Ebenfalls im September beging die Firma „Heizung-Sanitär-Baustoffe Bartsch“ ihr 10-jähriges Firmenjubiläum.
Auch öffnete die Gaststätte „Feldklause“ in neuem Glanz ihre Pforten.
Am 28. September erfolgte die offizielle Einweihung des neuen Domizils der Diakonie Wriezen im Haus der ehemaligen höheren Töchterschule späteren Berufsschule des Lanbaukombinates und danach Grundschulteils der Salvador – Allende – Schule in der Gartenstraße.
Wriezen hat 55 Vereine, wie der Bürgermeister mitteilte.

Oktober: Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, fanden sich traditionsgemäß die Radsportler zum Kriterium in Wriezen zusammen. 500 Pedalritter aus mehr als drei Dutzend Vereinen weihten damit die neuegestaltete Hospitalstraße ein, die für den öffentlichen Verkehr jedoch noch nicht freigegeben wurde.
Die Mannschaft I des Meeresangelteams Wriezen konnte bei den Deutschen Meisterschaften in der Disziplin „Big game“ vor der Küste Senegals den Titel erringen.
Am 6. Oktober fand in der Stadthalle zum 4. Mal die Wahl zur „Miss Märkisch-Oderland“ statt.
Am gleichen Tag fanden sich die Kinder der Stadt mit ihren Eltern zum traditionellen Drachensteigen in den Silberbergen ein. Die Sonne strahlte, doch der Wind fehlte.
Im Keller des Gebäudes am Hindenburgplatz, das nach 1945 über viele Jahre Domizil der Post war, eröffnete Monja Falkenhagen ihr Restaurent „Postkeller“. Wir wünschen ihr und ihrem Team viel Erfolg und immer „einen vollen Keller.“
Am 12. und 13. Oktober fand der „Tag des Ehrenamtes“ statt. Der Bürgermeister zeichnete an diesen Tagen in der Stadthalle in Wriezen 50 Bürger der Stadt für ihr ehrenamtliches Engagement aus.
Nach der Renovierung der Häuser am Sonnenburger Weg, ursprünglich als Ärzte- und Schwesternhäuser erbaut, wird nun das dortige Wohnumfeld neu gestaltet.
Am 23. Oktober verstarb im Alter von 82 Jahren der ehemalige langjährige Lehrer und Stadtchronist Gerhard Wolff. In zahlreichen Nachrufen seitens der Stadtverwaltung und seiner ehemaligen Schüler wurde sein Leben gewürdigt.
Die Stadt Wriezen bereitet ein Projekt „Betreutes Wohnen mit gesicherter Pflege in heimischer Umgebung“ vor. Auf dem Areal der ehemaligen Brauerei in der Heinrich-Lehmpuhl-Straße sollen dazu 18 altersgerechte Wohnungen geschaffen werden.
Am 23.10. luden das Wriezener „Alcatraz“ gemeinsam mit der Deutschen Angestellten-Krankenkasse ein, um in einer Ausstellug über Eßstörunen und richtiges Eßverhalten zu informieren.

November: Am 2. November blickte die Rettungswache der Malteser in Wriezen auf 10 Jahre erfolgreiches Wirken zurück. Bereits am 8. September wurde dieses Jubiläum mit einer Feier begangen.
Am gleichen Tag fanden sich die Mitglieder des Tanz- und Blasorchesters Schulzendorf zu ihrer jährlichen Hauptversammlung zusammen. In seinem fast 50-jährigen Bestehen kann der Klangkörper auf nahezu 1700 Auftritte verweisen, davon allein 65 in diesem Jahr.
Rund 800 überwiegend jugendliche Zuschauer fanden sich am 3. November in der Stadthalle ein, um aus 18 weiblichen und 11 männlichen Bewerbern Miss und Mister Brandenburg zu küren. Die 21-jährige Sabrina Niesche aus Nessen gewann die Wahl. Der 21-jährige Dennis Kullat aus Erkner wurde der schönste Mann Brandenburgs.
Die Stadtverordneten der Stadt stimmten am 8. November mit 8 Ja- und 3 Nein-Stimmen für die Eingliederung der Höhendörfer Frankenfelde, Haselberg und Lüdersdorf/Biesdorf zum Jahresende. Rund 800 karnevalsbegeisterte Wriezener fanden sich traditionsgemäß auf dem Marktplatz ein, um die Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister an die Karnevalisten der Stadt zu feiern.
Der „Ortsverein Haselberg 1375“ wurde Anfang November gegründet.
Der Ortsteil Schulzendorf wurde am 13. November an die Abwasserleitung angeschlossen.
Gut drei Dutzend Gymnasiasten des Wriezener Gymnasiums gaben in der Galerie der alten Malzfabrik eine Probe ihres künstlerischen Schaffens.
Am 15. November wurde die neugestaltete Hospitalstraße offiziell dem Verkehr übergeben. Insgesamt kosteten die 392 Meter 1,2 Millionen Mark. Einziger Wehrmutstropfen: Der Fortfall des Fußgängerüberganges an der Ecke zur Gartenstraße.
Der 18. November war der Tag der Bürgermeisterwahl. Als einziger Kandidat für diesen Posten bewarb sich der amtierende Bürgermeister Uwe Siebert, der mit 93,5 % der abgegebenen Stimmen gewählt wurde. Nur 47 % der Bürger der Stadt und ihrer Ortsteile beteiligten sich. In den Abendstunden fanden sich Bürger der Stadt im Humpensaal ein, um mit dem alten und neuen Bürgermeister diesen überwältigenden Wahlsieg zu feiern.
Der gleiche Tag wurde auch in Wriezen als Volkstrauertag begangen. Auf dem Sodatenfriedhof und am Kriegerdenkmal legten die Verwaltung der Stadt und zahlreiche Bürger, sowie Angehörige der Bundeswehr Kränze nieder und gedachten der im Krieg gefallenen Bürger, als auch der in den Kämpfen 1945 gefallenen Soldaten. Wilhelm Lehmann, als Vorsitzender des Bundes der Kriegsgräberfürsorge in der Stadt fand ehrende Worte des Gedenkens.
In der dritten Novemberwoche besuchte eine Abordnung des mit dem Euler – Gymnasiums in Wriezen patenschaftlich verbundenen 1. Gymnasiums in Warschau die Stadt und ihre Paten. Damit wurde der seit dem Sommer bestehenden Patenschaft „Leben eingehaucht“, wie die Direktorin der Wriezener Schule es ausdrückte. Die Gäste hospitierten im Unterricht und informierten sich über die Arbeit der Arbeitsgemeinschaften.
Am 24. November hatte der Heimatverein Altwriezen die Schauspielerin Christine Harbourg zu Gast, die eine alte Freundschaft mit diesem Ortsteil von Wriezen verbindet.
Die „Zunft“, eine Wriezener Deutschrockband, stellte sich am 30.11. im Humpensaal einem breitgefächertem Publikum vor und fand eine begeisterte Zuhörergemeinde.

Dezember: Am 1. Wochenende im Dezember fand in der Stadthalle die 9. Kreisschau der Rassekaninchen- und Geflügelzüchter von Märkisch-Oderland statt. Rund 100 Züchter mit insgesamt 756 Tieren stellten sich sich den Augen des Publikums.
Am 3. Dezember war es endlich soweit: Brandenburgs Verkehrsminister Hartmut Meyer und der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Dstephan Hilsberg gaben im Beisein von Vertretern aus Wirtschaft und Politik die 4,5 km lange Umgehungsstraße 167 n nach 2-jähriger Bauzeit frei. 17 Millionen Mark kostete dieses Teilstück der Oder-Lausitz-Trasse, die als zweispurige Ortsumgehung den Durchgangsverkehr durch die Stadt deutlich entlasten wird.
Zur gleichen Zeit legte die Finanzministerin des Landes, Dagmar Ziegler und Justiz-Staatssekrteär Gustav-Adolf Stange den Grundstein für den Neubau des geschlossenen Strafvollzugs mit 150 Plätzen, der Ende 2003 in Betrieb gehen soll und rund 54 Millionen Mark kosten wird.
Am 5. Dezember stattete der Landwirtschaftsminister Brandenburgs, Wolfgang Birthler, dem ÜAZ einen Besuch ab und überzeugte sich vom Fortgang der Arbeiten an der Holzkuppel für das Fortunaportal des ehemaligen Potsdamer Stadtschlosses am Alten Markt, das 12 brandenburger und berliner Azubis bauen.
Weihnachtszeit – Ganovenzeit: In den Nachtstunden vom 11. zum 12. Dezember drangen sie in die Räume des Malteser – Hilfswerks ein und entwendeten die gesamte Computeranlage. Am Abend des 13.12. wurde die Aldi - Filiale heimgesucht. Hier schlugen die Täter die Fensterscheibe ein und raubten vorwiegend Unterhaltungselektronik.
Am 17.12. gab es die lang angekündigten Starterkits für die ab Januar geltende neue Währung. Das Interesse der Wriezener hielt sich in Grenzen, so daß noch am 24. Dezember in der Postfiliale welche vorhanden waren.
Die Stadtverordnetenversammlung verpflichtete am 21.12. den alten und neuen Bürgermeister Uwe Siebert für weitere acht Jahre in seinem Amt.
Mit dem 31. Dezember endete die langjährige Tradition des Holzhandels in Wriezen.Die Firma Mühl gab ihren Standort auf. Bis nach dem Krieg stand dort das Sägewerk Ehrenberg und Vogel, später wude daraus das Holzhandelskontor, danach der VEB Holzhandel und eine Filiale des Kombinates Holzhandel. Wriezen war einer der größtren Holzumschlagplätze der DDR mit eigenem Bahnanschluß und etwa 200 Beschäftigten. Ständig wurden dort ca 200 000 Kubikmeter Holz bearbeitet.