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Nach den Osterferien 2018 drehte sich in der Johanniter-Grundschule sowie auch im Hort alles um das Ei. In der 2. Klasse wurde ein kleines Eier-Museum eingerichtet, jeder konnte verschiedene Eier mitbringen, die in einem Glashäuschen ausgestellt wurden. Die Kinder erfuhren alles rund um das Ei: Welche Tiere legen Eier? Wo werden die Eier gelegt? Wie unterschiedlich groß sind die Eier? Wie lange dauert die Brutzeit?

Der Höhepunkt war dann das Brüten von Hühnereiern. Jedes Kind der 1. und 2. Klasse konnte Eier mit in die Schule bringen (Natürlich vom Hühnerhof, wo auch mindestens ein Hahn lebt!). Am 11. April wurden dann verteilt in zwei Brutautomaten insgesamt 57 Hühnereier gelegt. Nun konnten die Kinder beobachten, wie aus einem Ei nach 21 Tagen Brutzeit ein Küken schlüpft. Nach 9 Tagen, am 20. April, haben wir die Eier geschiert (durchleuchtet). Dabei konnten wir sehen, welche Eier befruchtet waren und wie sich das Küken entwickelt. An diesem Tag nahmen wir 12 Eier aus dem Brutkasten, die nicht befruchtet waren. Am 27. April wurde dann das zweite Mal geschiert und hier mussten wir 6 Eier aussortieren, wo keine Weiterentwicklung des Kükens zu erkennen war.

Am 1. Mai war es dann soweit, die ersten 4 Küken waren geschlüpft. Am Morgen des 2. Mai konnten dann die Kinder die große Überraschung sehen... Im Brutkasten tummelten sich nun 12 kuschelweiche Küken. Im Laufe dieses Tages konnten die Kinder auch das Schlüpfen beobachten, denn es schauten noch 18 weitere Küken aus ihren Eiern. Es wurde ein großer Käfig vorbereitet, eine Wärmelampe angehängt, Wasser- und Futterbehälter gefüllt und die schon vom Schlupf erholten Küken in den Käfig umgesetzt.

Von den 30 geschlüpften Küken, war eines sehr schwach. Es erholte sich nicht vom Schlupf und verstarb einen Tag später. Die Kinder wussten aber, was zu tun war: Sie legten es (in Stoff gewickelt) in eine kleine Eierschale, bauten ein kleines Holzkreuz und beerdigten das Küken im Schulgarten.

Der Käfig mit den Küken war ständig umringt von Kindern. Sie beobachteten diese, brachten gekochte Eier als Leckerli mit und sammelten Brennnesseln als Grünfutter. Jeder wollte ein Küken auf die Hand nehmen und kuscheln oder auch einfach nur dem lustigen Hüpfen und Scharren zusehen.

Im Vorfeld war die Abnahme der Küken geklärt: Sie sollten ein artgerechtes zu Hause bekommen und wurden so an Eltern, Großeltern und Lehrer abgegeben.

Nun ist es wieder etwas leiser in unseren Räumen und jeder wird das Tschiepen und Piepsen vermissen. Doch alle sind sich einig - Das machen wir wieder!

Jenny Günther (Horterzieherin)

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Die Kinder aus Grundschule und Hort kümmern sich gut um die Küken.

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Blick in den Brutkasten