Wriezen
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Jedute

Ein im Oderbruch einst verehrter Abgott, dem auch vor dem Hospitaltor in Wriezen „den Berlinischen Weg hinan“ ein  steinerner Schwibbogen errichtet worden war.

Juden

Im Jahre 1613 wird in Wriezen eine Judenstrasse erwähnt, in der „der alte Schmidt“ und zwei Kinder starben.  Der erste namentlich bekannt Schutzjude Jacob Moses ließ sich 1677 in Wriezen nieder. 1730 erwarben die Wriezener Juden ein Stück Land “auf der bürgerlichen Freiheit“ zur Errichtung eines Friedhofes. Am 29. Dezember 1820 wurde die erste Synagoge in der Mauerstrasse eingeweiht, die wegen Baufälligkeit später verkauft wurde.1884 bis 1886 wurde eine neue Synagoge gebaut, die in den Morgenstunden des 10. November im Zuge der Kristallnacht niedergebrannt wurde.
Das zur Mauerstrasse hin gelegene Schulgebäude und die Küsterwohnung blieben erhalten und wurden 1945 ein Opfer des Krieges.
Eine anlässlich des 50. Jahrestages der Pogromnacht enthüllte Gedenktafel am Standort der ehemaligen Synagoge erinnert an die damit aus Wriezen verschwundene jüdische Gemeinde.

Judengasse

1639 Straßenbezeichnung in Wriezen

Jüdische Synagoge

SynagogeIm Jahre 1820 erwarb die Stadt das in der Mauerstr. gelegene Wohnhaus Nr. 316, dass dem Hechtreißer Johann Andreas Schüler gehörte und verkaufte es ein Jahr später an die jüdische Gemeinde, die es als Synagoge einrichtete. Im Laufe der Jahre entstand hier ein repräsentativer Bau.

In den Morgenstunden des 10. November 1938 im Zuge der "Reichskristallnacht" wurde die Synagoge ein Raub der Flammen wurde. Heute erinnert eine 1988 errichtete Gedenktafel an den Standort.

Jäckelsbruch

Das zu Altwriezen gehörende Vorwerk Wusing wurde mit Kaufvertrag vom 09.10.1755 vom Kammerrat F.W. Jäckel erworben.

Das "Rittergut Jäckelsbruch", wurde nach dem ersten Besitzer (Kammerrat F.W. Jäckel gest. 1784) zu Friedrichs II. Zeit benannt. Wer dorthin einen kleinen Abstecher macht , der wird sich in dem schönen Park des Herren Palm (Gottlieb Palm übernahm Jäckelsbruch 1833) wohl fühlen.

Durch einen Kaufvertrag vom 9.10.1755 erwarb der Kammerrat Friedrich Wilhelm Jäckel vom Hofrat Mentzel 670 Morgen Land, die er in zweijähriger sorgsamer Meliorationsarbeit in ein Gutsvorwerk umschuf.

Längere Zeit hatte Jäckel, der sich 1762 "Erbherr auf Jäckelsbruch, Altwriezen und Bliesdorf" nannte, in Jäckelsbruch gewohnt und sich ein schönes Herrenhaus erbaut. Um 1780 wurde der Bau vollendet. Gleichzeitig entstand auch eine Siedlung auf dem Wusing.

Am 25.01.1782 erwarb der Oberamtsmann zu Chorin, Philipp, Heinrich Karbe, Jäckelsbruch und Wusing. Ein weiterer Besitzer war der Justitzrat Karl Ludwig Ringdorff in Wriezen.

In den Jahren 1796 – 1798 wurde in Jäckelsbruch und in Eichwerder von den Plantagenbesitzern Gottfried Otter und Christian Becker der Tabakanbau eingeführt.

Im Jahre 1800 lebten in dem Vorwerk Jäckelsbruch 43 Einwohner, 1800 waren es im Dorf und Gut Jäckelsbruch, sowie in der Feldmark Wusing schon 112 Einwohner.

Nachdem Ringdorff im Jahre 1803 verstarb, teilten seine Erben das Vorwerk Wusing wegen zu umständlicher Bewirtschaftung auf. Sie gaben 469 Morgen Land an 16 Kolonisten ab, wodurch die Kolonie " Wusing" entstand. Zurück behielten sie nur die Vorwerksgebäude und das dazugehörende Land.

Am 28. 08. 1919 erwarb der Gerichtsschulze Heinrich Schwartz von der Vorbesitzerin Dorothea von Strachwitz, geb. Ringdorff das Gut Jäckelsbruch.

1859 wurde Jäckelsbruch zu einem selbständigen Gemeindebezirk.

Im Jahre 1900 zählte die Landgemeinde 43 Einwohner, 1925 waren es bereits 66 Einwohner sowie 24 Gutsbewohner. 1928 wurde Jäckelsbruch der Gemeinde Eichwerder als Ortsteil zugeordnet.

Wer heute noch Geschichte erleben will, fährt nach Jäckelsbruch zum ehemaligen Schlosspark, wo romantisch und verwildert einzelne Statuen an vergangene Schönheit erinnern. Diese Statuen sind Werke des Damaligen Bildshauses Arno Breeker, der bis zur Bodenreform, Besitzer des Parks und des Ateliers war.

Im Jahre 1976 übernahm dann der Bildhauer Horst Engelhardt das vorhandene Atelier und führte es wieder seinen ursprünglichen Bestimmungen zu. Durch die Denkmalsschutzbehörde wurde das Atelier 1989 unter Schutz gestellt.

Vom Eingang ca. 5 m rechts führt ein Weg zum Atelier, auf dem Weg dorthin stehen Skulpturen des Bildhauers Engelhart. Das künstlerische Schaffen von Herrn ó Engelhardt ist weit über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus bekannt.

In der umgebenden Parkanlage, die zu einem Spaziergang einlädt, kann das dort unter Denkmalsschutz gelegene Brunnenhaus mit Schwimmbecken besichtigt werden.

1998: Als Ortsteil der Gemeinde Eichwerder seit dem 01.01. in die Stadt Wriezen eingemeindet.

Jägerstrasse

ursprünglich „Gegenstrasse“, eine Seitenstrasse der Wilhelmstrasse, wurde bereits 1723 urkundlich erwähnt.