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(geb. am 24.10.1926 in Wriezen.)
Zunächst besuchte er hier die Volksschule.
Als Hitlerjunge aktive Mitwirkung in der Jugendfeuerwehr Wriezen (Foto oben).
Nach Schulbesuch eine Lehre als Autoschlosser bei Karl Thormann in der Wilhelmstraße und danach wurde er zum Reichsarbeitsdienst nach Bromberg (Polen) eingezogen.
Seine Militärzeit verbrachte er als Panzerjäger zunächst in Spremberg bevor er nach in Italien an die Front geschickt wurde.
1944: Im September in San Marino englische Kriegsgefangenschaft und von dort nach Ägypten transportiert. Die Zeit vertrieb er sich dort mit zeichnerischen Übungen.
1948: Nach 4 Jahren wurde ich entlassen und kehrte nach Wriezen zurück. Als das Talent für die Malerei erkannte wurde, bewarb sich Erwin Ross als Plakatmaler bei der Konsumgenossenschaft Eberswalde. Bilder von Marx, Lenin, Stalin und verschiedene politische Losungen waren das Alltagsgeschäft.
Seine Plakate und Bilder wurden der Obrigkeit bald zu erotisch. (Bei der Fisch-Werbung in den Konsum-Läden hatten seine Meernixen für den sozialistischen Geschmack zu viele Rundungen...)
1955 Nach einer Verwarnung wegen seiner freizügigen Maltechnik durch einen Funktionär ging er deshalb nach Hamburg und arbeitete dort als Hafenarbeiter.
1956 richtete Erwin Ross in einem ehemaligen Fischladen auf der Großen Freiheit sein Maleratelier ein und machte sich als PIN-UP-Maler und Innenausstatter selbständig.
Viele Kiez-Etablissements wurden komplett von ihm entworfen und gestaltet.
1962: Kiez-Größe Manfred Weißleder plante einen Musikladen für junge Leute auf der Großen Freiheit. Natürlich war da wieder Erwins Kunst gefragt. Er malte eine Wolkenkratzer-Skyline als Bühnenhintergrund im "Star-Club". Vor diesem Bühnenbild begannen etliche Weltkarieren. Vier Musiker aus dieser Zeit sind heute noch als die "Beatles" bekannt (Ringo schuldet Erwin noch immer ein paar Mark, da er den Schriftzug auf dem Schlagzeug nur angezahlt hatte ...).
Gegen Ende der 60-er Jahre begann die große Zeit von Erwin Ross. Erotische Darstellung wurden erstmals auf der Straße gezeigt. Da sein Malstil das Erscheinungsbild des Hamburger Kiez über Jahrzehnte mitgeprägt hat, nennt man ihn in Hamburg liebevoll den "Rubens von der Reeperbahn".
Bis zum heutigen Tag ist Erwin Ross noch immer aktiv und hat als Rentner ein kleines Atelier mit Galerie in Hamburg-Eimsbüttel.
Seiner Heimatstadt Wriezen war und ist der Maler noch immer sehr verbunden, da er hier noch viele Verwandte und Bekannte hat.
1997 Zum Stadtjubiläum stiftete er eine Gemälde der ehem. Marienkirche dem Stadtmuseum.
www.wopersnow.de/e.ross
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