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Rathsdorf

Im Rahmen des Entwässerungsplanes des Oderbruches wurde der Stadt Wriezen aufgetragen, ein Kolonistendorf für 21 Familien anzulegen. So entstand im Jahre 1753/1754 an der Ranfter Grenze "Des Rates Dorf" – Rathsdorf.

Das Dorf hatte eine so günstige Lage, dass es nie vom Hochwasser erreicht wurde. Sieben Großkolonisten und 14 Kleinkolonisten bekamen Eigentum des Flächenlandes zugesprochen.

1819 hatte Rathsdorf 22 Wohnhäuser und 22 Scheunen. Die Rathsdorfer Bauern waren wie alle Kolonisten vom Frondienst befreit.

Durch Brandstiftung brannte das Dorf 1822 völlig nieder. Der Neubau wurde sofort aufgenommen und konnte bis 1829 abgeschlossen werden.

Seit 1928 zählen Altgaul und Neugaul (siehe Gaul)zur Gemeinde Rathsdorf.

Sehenswürdig in Rathsdorf ist die historische Dorfanlage mit quergegliederten Fachwerkhäusern. Sie sind eingeschossig mit Krüppelwalmdach und in ihrer ursprünglichen form erhalten geblieben.

Eine Besonderheit ist die Feuerglocke in Neugaul aus dem 19. Jahrhundert.

Sehenswert ist auch der Einkammer – Ziegelbrennofen mit vertieftem Rundgang (der einzige in Brandenburg).

Es ist anzunehmen, dass der Ziegelbrennofen etwa 1830 erbaut worden ist.

Seit Menschengedenken nisten auf dem Ofen Störche und ab 1978 wurde im Inneren des Ofens ein Storchenmuseum von Herrn Kretschmann eingerichtet. 1990 bis 1992 wurde der Ofen restauriert. Viele Häuser im Oderbruch, so auch in Rathsdorf, Altgaul und Neugaul sind im Fachwerkbau errichtet worden. Ihre Bauweise ist im zeittypischen Stil des traufständigen Kolonistenhauses oder Ernhauses erkennbar. Vermutlich sind sie , wie viele Häuser nach der Trockenlegung des Oderbruches, angelegt worden.

1753/54 Aufbau des Kolonistendorfes Rathsdorf auf der Wriezener Feldmark (des Rates Dorf), und Ansiedlung von 21 Familien.

1819 Das Wriezener Kolonistendorf hatte 22 Wohnhäuser, wozu 22 Scheunen gehörten, deren Feuerkassenwert zusammen 15.929 Taler betrug.

1822: Das Rathsdorf wurde in weniger als zwei Stunden bis auf einen kleinen gemeinschaftlichen Stall ein Raub der Flammen. Der 5. Juni ist bis 1925 als Brandtag durch Predigt und Andacht in Erinnerung gebracht worden.

1998: Als Ortsteil der Gemeinde Rathsdorf seit dem 1. Januar in die Stadt Wriezen eingemeindet.

Regling, Horst Dr.
Reichsbahnoberrat i.R. geb. 18.11.1934 in Altranft, kam 1937 nach Wriezen, dort Abitur 1953. Studium an der Hochschule für Verkehrsingenieurwesen Dresden. Schrieb Dokumentationen über die Wriezener Bahn, die Oderbruchbahn und viele andere. Bücher u.a.: „Frankfurt/ Oder-Tor zum Osten“, Die Berlin-Wriezener Bahn“ und Abhandlung: „Die Wriezen-Jädickendorfer Eisenbahn.“
Reiter, Gustav

(geb. 27.12.1923 in Ketzwalde – gest. 02.05.2000 in Wriezen)

Der Mitbegründer des MC und dessen langjähriger Vorsitzender ist der "Vater des Motocross" in Wriezen.

Reißpfennig

1472: Abgabe bzw. Steuer der hiesigen Hechtreißer, die dafür ihr Recht bezahlten, den privilegierten Fischhandel nach außerhalb durchzuführen.

Richter, Dieter
(geb. 14.08.1937 in Dresden)

26.10.2003 - 31.05.2009 in der Stadtverordnetenversammlung Wriezen (PDS-Mandat).

Rinklin, " Rori" Rolf

(01.07.41 in Heidelberg)

Der seit Ostern 1990 im Oderbruch (Bad Freienwalde) ansässige, für die "Märkische Oderzeitung" als Lokalreporter für Wriezen tätige und am Dialekt leicht zu erkennende Schwabe hat sich im Einzelfall nicht immer die Zustimmung aller Leser, aber insgesamt Anerkennung in der Bürgerschaft erworben.

Seit 2003 redaktionell "versetzt" in andere MOZ-Gefilde.

Ross, Erwin

(geb. am 24.10.1926 in Wriezen.)

Zunächst besuchte er hier die Volksschule.

Als Hitlerjunge aktive Mitwirkung in der Jugendfeuerwehr Wriezen (Foto oben).

Nach Schulbesuch eine Lehre als Autoschlosser bei Karl Thormann in der Wilhelmstraße und danach wurde er zum Reichsarbeitsdienst nach Bromberg (Polen) eingezogen.

Seine Militärzeit verbrachte er als Panzerjäger zunächst in Spremberg bevor er nach in Italien an die Front geschickt wurde.

1944: Im September in San Marino englische Kriegsgefangenschaft und von dort nach Ägypten transportiert. Die Zeit vertrieb er sich dort mit zeichnerischen Übungen.

1948: Nach 4 Jahren wurde ich entlassen und kehrte nach Wriezen zurück. Als das Talent für die Malerei erkannte wurde, bewarb sich Erwin Ross als Plakatmaler bei der Konsumgenossenschaft Eberswalde. Bilder von Marx, Lenin, Stalin und verschiedene politische Losungen waren das Alltagsgeschäft.

Seine Plakate und Bilder wurden der Obrigkeit bald zu erotisch. (Bei der Fisch-Werbung in den Konsum-Läden hatten seine Meernixen für den sozialistischen Geschmack zu viele Rundungen...)

1955 Nach einer Verwarnung wegen seiner freizügigen Maltechnik durch einen Funktionär ging er deshalb nach Hamburg und arbeitete dort als Hafenarbeiter.

1956 richtete Erwin Ross in einem ehemaligen Fischladen auf der Großen Freiheit sein Maleratelier ein und machte sich als PIN-UP-Maler und Innenausstatter selbständig.

Viele Kiez-Etablissements wurden komplett von ihm entworfen und gestaltet.

1962: Kiez-Größe Manfred Weißleder plante einen Musikladen für junge Leute auf der Großen Freiheit. Natürlich war da wieder Erwins Kunst gefragt. Er malte eine Wolkenkratzer-Skyline als Bühnenhintergrund im "Star-Club". Vor diesem Bühnenbild begannen etliche Weltkarieren. Vier Musiker aus dieser Zeit sind heute noch als die "Beatles" bekannt (Ringo schuldet Erwin noch immer ein paar Mark, da er den Schriftzug auf dem Schlagzeug nur angezahlt hatte ...).

Gegen Ende der 60-er Jahre begann die große Zeit von Erwin Ross. Erotische Darstellung wurden erstmals auf der Straße gezeigt. Da sein Malstil das Erscheinungsbild des Hamburger Kiez über Jahrzehnte mitgeprägt hat, nennt man ihn in Hamburg liebevoll den "Rubens von der Reeperbahn".

Bis zum heutigen Tag ist Erwin Ross noch immer aktiv und hat als Rentner ein kleines Atelier mit Galerie in Hamburg-Eimsbüttel.

Seiner Heimatstadt Wriezen war und ist der Maler noch immer sehr verbunden, da er hier noch viele Verwandte und Bekannte hat.

1997 Zum Stadtjubiläum stiftete er eine Gemälde der ehem. Marienkirche dem Stadtmuseum.

 www.wopersnow.de/e.ross

Ruhmke, Dirk

(geb. 02.11.1964 in Wriezen)

Am 26.10.2003 in die Stadtverordnetenversammlung Wriezen (PDS-Mandat) gewählt.

Strafkammerschöffe am Landgericht Frankfurt/O. vom 01.01.2005-31.12.2008

Rädikow

2003 Als Teil der Gemeinde Wriezener Höhe – Ortsteil Haselberg seit dem 23. Oktober in die Stadt Wriezen eingemeindet.

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lese ich es.
hau ich es ungelesen in die Papiertonne.