LK MOL: Landrat und Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz wenden sich zur Nutria- und Bisamproblematik an Umweltminister

Landrat Gernot Schmidt und der Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Märkisch-Oderland, Falk Janke, wenden sich zur Nutria- und Bisamproblematik an den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz.

Hintergrund ist die im letzten Jahr vollzogene Einordnung von Bisam und Nutria unter das Jagdrecht, welche aus Gründen des Hochwasserschutzes wieder dringend zu korrigieren ist.

Aufgrund des hohen Gefährdungspotenzials für die Hochwasserschutzanlagen ist die Bekämpfung von Bisam und Nutria an der Oder für den Landkreis Märkisch-Oderland eine zwingende Maßnahme zur Gefahrenabwehr.
Der Brief an den Minister soll einen Dialog anstoßen um wieder zu einem pragmatischen und rechtssicheren Handeln beim Schutz der Deichanlagen zu gelangen.

 

Hintergrund:

Der Bisam hält sich bei normalen Wasserständen vorwiegend im Odervorland auf und verursacht dort noch überschaubare Schäden. Steigt der Wasserstand bei Hochwasser, graben die Bisame tiefe Löcher als Notbaue oberhalb der Wasserlinie in den Deich.

Steigt das Wasser weiter, wird etwas höher die nächste Lage an Notbauen angelegt, so dass der Deich Höhenlinie um Höhenlinie durchlöchert wird.
Dazu kommt die hohe Reproduktionsrate der Tiere, mit bis zu 3 Würfen à 5 bis 9 Jungen im Jahr.

Ausgangspunkt des Problems ist der § 5 Abs. 1 der Verordnung zur Durchführung des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg vom 28. Juni 2019 (BbgJagdDV), der auch die Tierarten Nutria und Bisam zu Arten erklärt hat, die in Brandenburg dem Jagdrecht unterliegen.

Vor Einführung des § 5 Abs. 1 BbgJagdDV durften die bei den Gewässerunterhaltungsverbänden angestellten Bisamfänger die Bisame im Auftrag des Landesamtes für Umwelt entnehmen.

Diese bewährte Verfahrensweise ist nun nicht mehr möglich. Wer Bisame nachstellt, benötigt nunmehr einen Jagdschein sowie die Berechtigung zur Jagd im jeweiligen Jagdrevier.

Für den Hochwasserschutz entlang der Oder ist die damit deutlich erschwerte Bekämpfung des Bisams von großer Bedeutung, da eine unkontrollierte Ausbreitung stattfinden kann.

 

 

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