Brecht-Weigel-Haus Buckow erhält zum Geburtstag von Bertolt Brecht eine Statuette als Dauerleihgabe

Anlässlich des 122. Geburtstages von Bertolt Brecht am 10. Februar 2020 übergibt die Gustav-Seitz-Stiftung dem Brecht-Weigel-Haus Buckow die Brechtstatuette „Brecht mit Mütze (Statuette II), 1957/58“ von Gustav Seitz als Dauerleihgabe.

Die feierliche Übergabe findet um 14:00 Uhr im Brecht-Weigel-Haus Buckow, dem ehemaligen Refugium des Künstlerpaares Bertolt Brecht und Helene Weigel, statt.

 

Die kurz nach Brechts Tod von dem Bildhauer Gustav Seitz gefertigte Statuette zeigt den ausdrucksstarken Dichter mit Mütze. Immer wieder hat sich Seitz mit Brecht zu Lebzeiten und nach dessen Tod auseinandergesetzt. In seinen Skulpturen veranschaulichen sich die verschiedenen Ausdrucksformen, der Gesichtsausdruck, die Kleidung, die Haltung, das stark Charakteristische an Brecht. Der Bildhauer fertigte viele Abbilder Bertolt Brechts in facettenreichen Skulpturen.

Für seine Arbeiten erhielt Gustav Seitz viele Auszeichnungen, u.a. den Nationalpreis für Kunst 1949, den Edwin-Scharff-Preis in Hamburg sowie die Schillerplakette der Stadt Mannheim. Die 49cm große, bronzene Brechtstatuette, ein Neuguss vom Originalmodell aus der Bildgießerei Barth in Rinteln, wird ein Teil der Ausstellung im Brecht-Weigel-Haus werden.

 

Für Bertolt Brecht war es wichtig und möglich, mit gleichgesinnten Künstlern und Künstlerinnen gemeinsam auf die Kulturpolitik zu wirken, auch wenn er selbst von den Angriffen in der Formalismusdebatte betroffen war. Einen wichtigen Verbündeten fand er in dem Bildhauer und Zeichner Gustav Seitz.

Der gemeinsame Einsatz während der Diskussion um die Barlachausstellung der Deutschen Akademie der Künste 1951/52 verband die beiden Künstler. Nach Brechts frühem Tod im Jahre 1956 begann Gustav Seitz anhand von Zeichnungen Porträts von Brecht zu gestalten und durch weitere Zeichnungen und Skulpturen Eigenarten und Wesenszüge des Dichters und Theatermannes herauszuarbeiten.

 

In einzigartiger Lage am Ufer des Schermützelsees bewohnten Bertolt Brecht und Helene Weigel seit 1952 ein heute kulturhistorisches Sommerdomizil. Die einstige Wirkstätte umfasst ein Atelierhaus mit Arbeits- und Wohnräumen und einen Theaterschuppen mit originalen Theaterrequisiten. Das wichtigste Ausstellungsstück ist der legendäre Planwagen aus der Inszenierung „Mutter Courage und ihre Kinder“ von 1949 im Deutschen Theater. Der Gang durch das Museum mit Literaturgarten gleicht einer kritischen Ansicht deutscher Geschichte. Der Besucher erblickt die Attribute von Krieg und Frieden. In Buckow wurden große Themen in große Literatur verwandelt. Außer der Arbeit an Strittmatters „Katzgraben“  vertiefte sich Brecht hier in die Arbeit an neuen Stückplänen, übersetzte den Coriolan und schrieb im Sommer 1953 die „Buckower Elegien“, in denen er lyrisch seine Gedanken und Eindrücke nach dem 17. Juni 1953 verarbeitete.

Einen besonderen Programmpunkt bietet das Künstlerduo Scarlett O‘ und Jürgen Ehle. Es serviert eine Kostprobe aus dem Brechtabend, den es im Herbst dieses Jahres in Buckow präsentieren wird.

 

http://brechtweigelhaus.de/

 

http://gustav-seitz-museum.de/

 

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