Ehrenbürger

01. Januar 1850 Friedrich Wilhelm Graetz: Kreisgerichtsdirektor, verstarb am 08. Februar 1891.
22. Dezember 1898 Ludwig Herlth: Brauereibesitzer, "der sich 35 Jahre hindurch die größten Verdienste im Kommunalleben erworben hatte." Geboren in Golßen, verstorben am 09. Februar 1900 zu Berlin.
09. Mai 1909 Heinrich Lehmpuhl: geboren zu Wriezen, Baumeister in München, stiftete 1903 ein Kapital von 6.000 Mark (Heinrich und Mathilde Lehmpuhlstiftung) dem er 1906 weitere 4.000 Mark hinzufügte und 1909 bei seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt weitere 1.500 Mark spendete. Die Zinsen des ersteren Kapitals wurden zu Weihnachtsbescherungen für arme Kinder verwendet, die Zinsen des letzteren für die Kleinkinderbewahranstalt, Lernmittelbeschaffung für arme Kinder u.m.. Als 1910 eine Straße nach ihm benannt wurde, stiftete der Baumeister noch 30.000 Mark zur Pflasterung dieser Straße.
29. September 1914

Robert Jänicke: hatte bis 1896 im Ehrendienst der Stadt gewirkt. Er vermachte der Stadt 50.000 Mark und lebte als "Rentier" in Berlin-Halensee. Am 08. April 1922 verstarb er in Berlin.

28. Juni 1921

Adolf Schwarzmeier: geboren am 02. September 1844, war Vorstand der Sparkasse und von 1886 bis 1919 Stadtverordneter.

12. Januar 1922

Wilhelm Lehmann: Handschuhmachermeister, wurde aus Anlaß seiner treuen Dienste für die Stadt zum Ehrenbürger ernannt. Er verstarb am 15. Februar 1930.

1922

Herrmann Blume: Oberzollinspektor bei der Generalzolldirektion in Hamburg. Leiter des deutschen Zweiges des Guttemlerordens. Er wurde am 24. Januar 1862 als Sohn eines Malers zu Wriezen geboren. Für "seine vorbildlichen Leistungen als Führer des deutschen Vereins gegen Alkoholismus" zum Ehrenbürger ernannt. Seit 1903 bestand in Wriezen die Guttemplerloge "Oderblick".

16. Juni 1925

Herrmann Haase: Bürgermeister der Stadt von 1906 bis 1925. Geboren in Eisleben, kam 1893 als  Kämmerer in die Stadt. Er lebte nach seiner Verabschiedung im Ruhestand in Wriezen. Unter seiner Leitung: Bau der Knaben-Bürgerschule an der Bürgermeister-Haase-Str. (heute Gymnasium), Bau des  Wasserwerkes und die Versorgung der Stadt mit einwandfreiem Trinkwasser, der Erwerb des Gaswerkes, der Anschluss der Stadt an das elektrische Netz,  der Bau des Hafens, die Pflasterung der Straßen und großer Anteil am Bau der Oderbruchbahn.

1925

Gürich: Geheimer Regierungsrat in Berlin wurde wegen der treuen Unterstützung beim Bau der Knaben-Volksschule zum Ehrenbürger ernannt.

16. September 1931 August Hülse: Gärtnermeister, Stadtverordneter und verdienstvoller Bürger.
17. April 1975

Anatoli Kowalenko: einer der ersten Sowjetsoldaten bei der Erstürmung von Wriezen im April 1945 in der Stadt. Mitglied des ZK der KPdSU und Ehrenpionier der Fritz-Dornbusch-Oberschule. Brigadier einer Teppichfabrik in Witebsk.

03. Juli 1994

Dr. Nobutsugu Koyenuma: Posthum zum Ehrenbürger der Stadt für seine Verdienste um die  Seuchenbekämpfung ernannt. Er wurde am 09. Oktober 1909 in Tokio geboren. Leitete von September 1945 bis März 1946 das Typhuskrankenhaus in Wriezen und verstarb dort am 08. März 1946 an der Seuche.

23. Dezember 1995

Martin Fuchs: Pastor mit 27-jähriger Tätigkeit im Pfarrsprengel Wriezen. Er wurde am 13. März 1933 in Triebel, Kreis Sorau geboren. Für seine Verdienste um die Stadt und ihre Bürger, besonders in den Zeiten der politischen Wende 1989. Lebt heute als Pensionär in Berlin und nimmt regen Anteil am Geschehen in der Stadt, in der er häufig zu Besuch weilt.

24. Mai.1996 Professor Dr. Michael Succow :Geboren am 21. April 1941 in Lüdersdorf bei Bad Freienwalde, ist  in deutscher Biologe und Agrarwissenschaftler. In zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen hat er sich  insbesondere als Moor-Ökologe auch international profiliert. Vor allem seine ökologisch-hydrologische  Moortypisierung gilt heute als Standardwerk der Moorkunde. Seit 1997 ist er Träger des Right Livelihood Award in Anerkennung seiner Verdienste um die Einrichtung vieler Naturschutz-Großreservate in  Ostdeutschland, Osteuropa und Asien. Am 24.05.1996 wurde er wegen seiner nationalen und  internationalen Verdienste um den Landschafts- und Umweltschutz und für die Förderung des Erhaltes des  geschützten Parkes in Lüdersdorf Ehrenbürger der Gemeinde Lüdersdorf/Biesdorf (jetzt Ortsteil der Stadt  Wriezen).
20. September 2003 Hartmut Meyer: Bauminister des Landes Brandenburg von 1993 bis 2003. Seit August 1970 in Wriezen.  Geboren am 18. September 1943 in Merseburg. Er setzte sich besonders für die Entwicklung der Infrastruktur der märkischen Städte, so auch für Wriezen, ein. Die Umgehungsstraße, die Gestaltung des Marktes, der Wilhelmstraße und des Ortsteiles Altkietz, aber auch der Erweiterungsbau des Plauderstübchens und die Sanierungsarbeiten an der Marienkirche sollen hier erwähnt werden.
15. Dezember 2006 Dr. Peter Hanke: Geboren am 15.12.1941 in Dresden. Geehrt für sein jahrzehntelanges Wirken als Stadtverordneter und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung zu Wriezen.
30. August 2014 Peter Fuhge: Geboren am 20.01.1941 in Altglietzen. In Würdigung der Verdienste als langjähriger Leiter der Schule in Lüdersdorf (01.08.1977 - 29.02.2000), Bürgermeister (05.12.1993 - 25.10.2003)/Ortsvorsteher (26.10.2003 - 25.05.2014) von Haselberg, sowie Vorsitzender des Heimatvereins in Haselberg ausgezeichnet. Seit 30.08.2014 Ehrenbürger der Stadt Wriezen.

 

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